Was kannst du tun, wenn du dich einsam fühlst?

„Warum fühlt sich Mamasein manchmal so einsam an…?“

Seit einem Jahr darf ich nun Mama einer wundervollen Tochter sein. Seit einem Jahr bin ich die meiste Zeit keine Minute so wirklich alleine. Weder der Gang zur Toilette, noch mal entspannt unter der Dusche so ganz in Ruhe, nichts von alledem war und ist oftmals nicht möglich. Trotz der ständigen Anwesenheit von Leni fühlte ich mich manchmal alleine. Aber woran liegt das? Man hat ein wundervolles, so sehr gewünschtes und geliebtes Kind um sich herum und das meistens 24/7 und dennoch fühlt man sich einsam?

Im Austausch mit meiner wundervollen Mama Community ist mir aufgefallen, dass es ganz vielen Mamas so geht. Regelmäßig schreiben mir Mamas, dass sie sich alleine fühlen. Und das unabhängig davon, ob sie einen Partner haben oder nicht.

Als Mama und vor allem als neu Mama verändert sich das ganze Leben. Auf diese Veränderung stellt man sich ein. Sie ist einem bewusst - nicht zuletzt weil einen gefühlt alle Menschen um einen herum ständig darauf hinweisen, das sich alles verändern wird.
Und dennoch fühlt es sich in der Realität ganz anders an als in der Vorstellung.

Besonders im ersten Mamajahr verändert sich enorm viel. Man ist so in diesem Mamakosmos, dass das Leben, das man vorher kannte, eigentlich so nicht mehr stattfindet. Man ist so mit sich und dem Baby beschäftigt. Man genießt jede Sekunde als Mama und man versucht irgendwie im neuen Leben eine Routine zu finden. Auch die Partnerschaft verändert sich extrem. Anfangs machen die Mamas die Einschlafbegleitung, Stillen möglicherweise und so steht die Beziehung erst mal hinten an. Das alles kann sich sehr einsam anfühlen.

Und wenn dann die ersten Wochen vergangen sind und man so einigermaßen angekommen ist, holt es einen oft ein. Man vermisst seine Freunde, man vermisst die Zweisamkeit mit dem Partner, man vermisst vielleicht seinen Job. Man vermisst es, mal keine Verantwortung für einen Menschen zu tragen und man vermisst diese anderen Gespräche. Gespräche, die sich nicht um Windeln, Beikost und Co. drehen. Plötzlich realisiert man, dass sich das Leben viel zu Hause abspielt. Zuhause in der Mama Bubble, … den Großteil des Tages davon meist ALLEINE!
Alles dreht sich um das Kind. Man hat plötzlich Ängste und Gedanken, die man vorher nicht kannte. Vielleicht kann man sie noch nicht mal jemandem mitteilen, weil man die einzige Mama im Freundeskreis ist oder man sich für manche Gedanken sogar schämt. Man ist erschöpft, wünscht sich ein wenig von sich selbst zurück und fühlt sich mit seinen Gedanken und Gefühlen alleine. ABER, du bist nicht alleine, liebe Mama.

Ein Grund, warum es meinen Account gibt, ist diese Verbundenheit zu der wundervollen Mama Community. Ich fühle mich fast nie alleine, denn egal welche Sorgen und Gedanken ich habe, es gibt da draußen mindestens eine Mama, die in diesem Moment genauso fühlt, genauso erschöpft ist, ja auch mal genauso genervt ist oder die sich gerade auch genauso einsam fühlt wie du. Das verbindet uns Mamas.

Was kannst du tun, wenn du dich einsam fühlst?

  1. Triff dich mit einer Freundin - Ich habe viele Freundinnen ohne Kinder und Pflege diese Freundschaften genauso wie meinen Mamafreundschaften. Es tut so gut, die Mädels um mich zu haben. Und, echte Freunde lieben dich genauso wie vorher. Hab keine Angst, nicht „dazu zu passen“. Und hey, es tut auch mal gut, ganz bewusst über „nicht Kinder Themen“ zu sprechen.
  2. Nimm dir auch mal Zeit für dich - Das ist Balsam für die Seele und für deinen Mamaakku. Ich genieße seit 4 Wochen nach der Geburt regelmäßig meine Friseurbesuche. Samstags geht der Papa mit der Maus zur Krabbelgruppe und die Omas lieben dein Kind mindestens genauso wie du selbst. Auch deine beste Freundin freut sich vielleicht über ein Stündchen als Babysitter. Trau dich!
  3. Vernetzt dich auf Instagram - Auf Instagram gibt es so viele tolle Mamas. Vernetzt euch, tauscht euch aus, tut euch zusammen und gründet eine WhatsApp-Gruppe. Ich habe schon öfter meine Reichweite für ein Posting genutzt, unter dem ihr euch vernetzen könnt, und es sind bereits tolle Freundschaften entstanden.
  4. Nutze eine App - es gibt Apps speziell für Mamas, wo ihr euch vernetzen könnt (z. B. Momunity). Ähnlich wie Tinder für Mamas. Eine tolle Sache, falls ihr euch schwertut andere Mamas zu finden.
  5. Erkundige dich bei der Gemeinde nach Kursen, Mamatreffen o.ä. Oftmals gibt es sogar kostenlose Angebote oder spezielle Mama Cafés zum Austauschen.
  6. Mach Dinge, die du auch vor dem Mamasein gemacht hast. Geh shoppen, brunchen oder mal mit einer Freundin ins Kino. Ich mache auch manchmal Mädels Abende bei mir zu Hause, während Leni schläft. Vielleicht wäre das auch mal eine Idee für dich und deine Freundinnen.
  7. Vergiss dich selbst und deine Bedürfnisse nicht. Du bist Mama, aber du bist trotzdem ein Mensch mit Bedürfnissen. Ich persönlich mache mich morgens immer zurecht, einfach nur, um mich wohlzufühlen. Das gibt mir das Gefühl, mehr im Leben zu stehen und fit für den Tag zu sein.
Du wirst geliebt und du bist nicht alleine mit deinen Sorgen und Gefühlen. Nach einem Jahr als Mama kann ich sagen, dass ich so viele tolle Menschen kennengelernt habe und meine bisherigen Freundschaften genauso tiefgründig und beständig wie vorher sind. Man muss sich nur darauf einlassen und sich daran gewöhnen.

Nicht immer ist man direkt in diesem Mama Game angekommen und das ist absolut nicht schlimm. Denk immer daran: „es gibt mindestens eine Mama die sich gerade genauso fühlt wie du.“

Fühl dich umarmt ♡
Deine Julia @bauchgefuehl_journey

 

P.S.: Hast du schon von den Rookie WhatsApp Mom Communities gehört? 

In verschiedenen Städten in ganz Deutschland gibt es Rookie WhatsApp-Gruppen, die dich mit anderen Müttern verbinden, die ähnliche Erfahrungen machen. Gib einfach deine Bestellnummer an, und wir schicken dir eine Liste aller vertretenen Städte 💬