Was kannst du tun, wenn du dich einsam fühlst?
„Warum fühlt sich Mamasein manchmal so einsam an?“
Seit einem Jahr darf ich Mama einer wundervollen Tochter sein.
Seit einem Jahr bin ich eigentlich nie wirklich allein.
Nicht beim Gang zur Toilette.
Nicht unter der Dusche.
Nicht einmal für ein paar Minuten ganz für mich.
Und trotzdem habe ich mich in diesem ersten Mama-Jahr immer wieder einsam gefühlt.
Aber warum ist das so?
Man hat ein so sehr gewünschtes, geliebtes Kind um sich. Meist 24/7. Und dennoch fühlt man sich allein. Dieses Gefühl ist verwirrend, manchmal sogar beschämend. Denn eigentlich „dürfte“ man sich doch gar nicht so fühlen, oder?
Mamasein und Einsamkeit: Ein Gefühl, das viele kennen
Im Austausch mit meiner wundervollen Mama-Community ist mir klar geworden:
Ich bin damit nicht allein.
Ganz viele Mamas schreiben mir regelmäßig, dass sie sich einsam fühlen. Und das völlig unabhängig davon, ob sie einen Partner haben oder nicht.
Denn als Mama – und besonders als frischgebackene Mama – verändert sich das ganze Leben.
Darauf stellt man sich ein. Zumindest theoretisch.
Gefühlt weist einen auch jeder darauf hin:
„Alles wird sich verändern.“
Und trotzdem fühlt sich die Realität oft ganz anders an als jede Vorstellung.
Das erste Mama-Jahr verändert alles
Gerade im ersten Jahr passiert unglaublich viel.
Man lebt plötzlich in einem ganz eigenen Mamakosmos.
Das Leben von früher findet so nicht mehr statt.
Der Alltag dreht sich fast ausschließlich um das Baby.
Man versucht, Routinen zu finden.
Man genießt die Nähe.
Man gibt jeden Tag sein Bestes.
Und gleichzeitig verändert sich auch die Partnerschaft stark.
Oft übernehmen Mamas die Einschlafbegleitung, das Stillen, das nächtliche Aufstehen.
Die Beziehung rückt erst einmal in den Hintergrund.
All das kann sich sehr einsam anfühlen.
Wenn die Ruhe kommt – und die Leere spürbar wird
Nach den ersten Wochen, wenn man langsam ankommt, holt es viele Mamas ein.
Man vermisst Freunde.
Man vermisst Gespräche, die nichts mit Windeln, Beikost oder Schlafrhythmen zu tun haben.
Man vermisst die Zweisamkeit mit dem Partner.
Vielleicht sogar den Job oder einfach das Gefühl, mal keine Verantwortung für einen anderen Menschen zu tragen.
Der Alltag spielt sich plötzlich größtenteils zu Hause ab.
In der eigenen Mama-Bubble.
Und oft allein.
Dazu kommen neue Gedanken und Ängste, die man vorher nicht kannte.
Manchmal traut man sich nicht, darüber zu sprechen.
Vielleicht, weil man die einzige Mama im Freundeskreis ist.
Oder weil man sich für manche Gedanken schämt.
Man ist erschöpft.
Man wünscht sich ein Stück von sich selbst zurück.
Und fühlt sich mit all dem allein.
Aber liebe Mama: Du bist nicht allein.
Warum es diese Mama-Community gibt
Einer der Hauptgründe, warum es meinen Account gibt, ist genau diese Verbundenheit.
Egal welche Sorgen, Gedanken oder Gefühle ich habe – da draußen gibt es mindestens eine Mama, die gerade genauso fühlt.
Genauso müde ist.
Genauso genervt.
Oder sich genauso einsam fühlt.
Das verbindet uns Mamas.

Was kannst du tun, wenn du dich als Mama einsam fühlst?
Triff dich mit Freundinnen
Ich habe viele Freundinnen ohne Kinder und pflege diese Freundschaften genauso wie meine Mamafreundschaften. Echte Freunde lieben dich genauso wie vorher. Hab keine Angst, nicht mehr dazuzupassen. Und es tut unglaublich gut, auch mal über Nicht-Kinder-Themen zu sprechen.
Nimm dir bewusst Zeit für dich
Das ist Balsam für deine Seele. Friseurbesuche, ein Spaziergang, ein Kaffee allein. Papas, Omas oder Freundinnen helfen oft gerne. Trau dich, diese Hilfe anzunehmen.
Vernetze dich online
Auf Instagram gibt es viele tolle Mamas. Tauscht euch aus, schreibt euch, gründet WhatsApp-Gruppen. Aus Online-Kontakten entstehen echte Freundschaften.
Nutze Mama-Apps
Es gibt Apps speziell für Mamas, um andere Mütter kennenzulernen. Zum Beispiel Momunity. Eine tolle Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden.
Informiere dich über Angebote in deiner Umgebung
Mama-Treffs, Kurse oder Mama-Cafés werden oft von Gemeinden oder Hebammen angeboten. Manche sogar kostenlos.
Mach Dinge, die du vor dem Mamasein geliebt hast
Shoppen, brunchen, Kino oder ein Mädelsabend zu Hause, während das Baby schläft. Dein Leben darf Platz behalten.
Vergiss dich selbst nicht
Du bist Mama. Aber auch Mensch. Mit Bedürfnissen.
Ich mache mich morgens immer fertig – nur für mich. Das gibt mir das Gefühl, im Leben zu stehen und gut in den Tag zu starten.
Du bist nicht allein
Nach einem Jahr als Mama kann ich sagen:
Ich habe so viele wunderbare Menschen kennengelernt.
Meine Freundschaften sind genauso tief wie vorher.
Man muss sich nur darauf einlassen.
Und sich erlauben, Zeit zu brauchen.
Nicht jede Mama ist sofort in diesem Mama-Alltag angekommen.
Und das ist völlig okay.
Denk immer daran:
Es gibt mindestens eine Mama, die sich gerade genauso fühlt wie du.
Fühl dich umarmt ♡
Deine Julia
@bauchgefuehl_journey